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Dr. Rolf-Bernhard Essig

Rolf-Bernhard Essig, Dr. phil., ist Autor, Kritiker, Moderator und Dozent.

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Er wurde 1963 in Hamburg geboren, wuchs im fränkischen Kulmbach auf und studierte an der Universität Bamberg. Nach dem Abschluss des Studiums (Diplome in Germanistik und Geschichte) war er als Bibliothekar und Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Neuere deutsche Literaturwissenschaft tätig und begann eine Promotion. Erste Publikationen beschäftigten sich mit Film („Metzlers Filmlexikon“), dem expressionistischen Schriftsteller Hermann Essig (Ausstellung in der Staatsbibliothek Berlin und der Universitätsbibliothek Bamberg) und deutscher Lyrik.

1997 erschien bei Schöningh die von ihm bearbeitete Bibliographie „Fundbuch der Gedichtinterpretationen“ (Hg. von Wulf Segebrecht) und 2000 bei Königshausen & Neumann die Dissertation (summa cum laude bewertet) mit dem Titel „Der Offene Brief. Geschichte und Funktion einer publizistischen Form von Isokrates bis Günter Grass.“ In der Folge publizierte er literaturwissenschaftliche und historische Aufsätze.

Seit 1998 schreibt er Buch- und Konzertkritiken, Essays, Kultur- und Wissenschaftsartikel für u. a. DIE ZEIT, SZ, FR, NZZ, taz, Wiener Zeitung, literaturkritik.de, den WDR, NDR und SWR; auf „Deutschlandradio Kultur“ lief seine Sendereihe „Essigs Essenzen“, daneben ist er als Redenschreiber tätig (für einen internationalen Immobilienverwaltungs- / Wirtschaftsprüfungskonzern und eine Messegesellschaft) und als Dozent für Literatur-, Sprachkritik, kreatives Schreiben, Literaturwissenschaft an den Universitäten Bamberg, Samara und Togliatti (Russland); zudem führt er journalistische Fortbildungsveranstaltungen durch (bislang für die „Südwest-Presse“ Ulm, „Fränkischer Tag“ Bamberg und die Konrad-Adenauer-Stiftung). Er hielt zahlreiche Vorträge und Lesungen im In- und Ausland für Hochschulen, öffentliche / private Institutionen und wirtschaftliche Interessenverbände (u. a. München, Berlin, Vicenza, Luzern, Wien, Samara, Chicago), moderiert seit vielen Jahren Konzerte, trat 2004 in der Barock-Oper „Tom Jones“ als Mr. Dowling auf und produzierte zusammen mit Gudrun Schury für „Radio 8“ eine Sendereihe „Ansbach zu Ohren“, die 2004 mit dem Preis der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien ausgezeichnet wurde; daraus entstand ein Hörbuch über Ansbach: „Die Ansbach-CD“. Für Reclam Leipzig verfasste er (zusammen mit Gudrun Schury) 1997 das „Karl-May-ABC“ sowie Beiträge für den Sammelband „Die größten Schurken der Filmgeschichte“.

Im Februar 2003 erschien auf der Site der Literaturzeitschrift „Eiswasser“ (www.eiswasser.de) ein Internettagebuch und kurz darauf beim Knesebeck-Verlag in München ein Buch, das wiederum in Zusammenarbeit mit Gudrun Schury entstand: der ausführlich kommentierte Bildband „Bilderbriefe. Illustrierte Grüße aus drei Jahrhunderten“. Als Kurator zeichnete er mit Gudrun Schury verantwortlich für drei Ausstellungen zu Bilderbriefen im Museum für Kommunikation Frankfurt (13.3.-27.4.2003), im Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg (18.5.-26.4.2003) und im Centre national de littérature Mersch (Luxemburg) (6.5.-9.7.2004).

Im Sommer 2003 schrieb er mit Matthias Altenburg für die „Filmautoren AG“ ein Spielfilm-Drehbuch, das für den Hessischen Filmpreis nominiert wurde. Im Dezember 2003 hielt er die Laudatio auf Hans Wollschläger anlässlich der Verleihung des Friedrich-Rückert-Preises. Juni 2005 wurde das zweite Hörbuch präsentiert („Franz im Glück oder die Landshuter Hochzeit 1475“), im November das dritte, ein Städteporträt Regensburg („Die Regensburg-CD“); beide wiederum in Kooperation mit Gudrun Schury. Im Juli 2006 erhielt er zusammen mit Gudrun Schury für die Sendung von Ausschnitten des Hörbuchs „Franz im Glück“ den Sonderpreis der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien.

Zur Buchmesse 2005 ist das Buch „Der Rausch der Meere. Über die See, den Alkohol und noch mehr“ im Schweizer Oesch-Verlag in der Reihe „kontrapunkt“ erschienen, zur Frühjahrsmesse 2007 bei Hanser ein Jugendbuch über das literarische Schreiben mit dem Titel „Schreiberlust & Dichterfrust. Kleine Gewohnheiten und große Geheimnisse der Schriftsteller“. Im Herbst publizierte der Verlag Gustav Kiepenheuer sein unterhaltsames Buch über Redensarten und Sprichwörter unter dem Titel „Wie die Kuh aufs Eis kam. Wundersames aus der Welt der Worte“.

Für das „Museum für Kommunikation Nürnberg“ bereitete er als Kurator eine Ausstellung unter dem Titel „Der Offene Brief. Kämpferische Post von Luther bis Grass“ vor (29. Juni-29.10.2007), die vom „Museum für Kommunikation Frankfurt“ (29.11.2007-3.2.2008) und vom Deutschen Zeitungsmuseum in Wadgassen (März-Mai 2009) übernommen wurde. Beim Wallstein-Verlag erschien dazu die kommentierte Sammlung Offener Briefe „Wer schweigt, wird schuldig“ (zusammen mit Reinhard M. G. Nickisch).

Er hielt April 2007 die Laudatio auf Feridun Zaimoglu bei der Verleihung des Carl-Amery-Preises. 2009 erschien im Frühjahr „Warum die Schweine pfeifen. Wundersames aus der Welt der Worte“ (Gustav Kiepenheuer), im Herbst kamen die Kinderbücher „Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt. Die lustigen Geschichten hinter unseren Redensarten“ (Hanser) sowie eine Nacherzählung der „Odyssee“ Homers unter dem Titel „Sirenensang und Schweinezauber“ (Klett-Kinderbuch) heraus; Auswahlliste des Rattenfänger-Literaturpreises 2010. Außerdem erschien im letzten Herbst von ihm eine Schiller-Anthologie unter dem Titel „Kleine Philosophie der Freundschaft“.

2010 veröffentlichte er bei Hanser das Jugendbuch „Wann ist ein Held ein Held. Über besondere Menschen, ihren Mut und ihre Widersprüche“, bei mare „Butter bei die Fische. Wie das Meer in unsere Sprach floss“ (illustriert von PAPAN) und beim Kreuz-Verlag „Essigs Essenzen. Das Sprichwortorakel für alle Lebenslagen“.

2011 tourt er weiter mit seinem Sprichwörterberatungsprogramm durch ganz Deutschland. Er nahm im Januar an einer Internationale Tagung des Einstein-Forums in Potsdam in der Reihe „Passions in Cultures“ zum Thema „Proudly Presenting. Pride Between Arrogance and Self-Respect“ teil. Außerdem erschien sein Gedichtzyklus „Übergangenes – Kontrapunkt“ zum Bildband des Fotografen Manfred Koch.

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